Nach Regen kommt Sonne

Manchmal ist ein Gewitter auch reinigend und danach sieht man alles viel klarer. Mir ist es zum Glück so gegangen. Glück, wenn man Freunde hat, die einen manchmal mit einem gut gemeinten und gekonnten Schlag ins Gesicht wach rütteln und einem sagen, dass man in die falsche Richtung läuft und besser umkehrt bevor es zu spät ist. Und wenn man es dann noch schafft den Schwung aus dem Schlag in neue Energie umzuwandeln, kommt nach dem Regenschauer wieder Sonnenschein. Es ist manchmal schwer sich nicht dem Selbstmitleid zu ergeben aber es lohnt sich hier ein bisschen Kraft aufzubringen und dem Selbstmitleid die kalte Schulter zu zeigen. Fazit des Tages: Es ist nicht einfach Schwächen zuzugeben aber auf lange Sicht ist es weniger Kräfte zehrend.

2.10.11 16:49, kommentieren

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Schlechtwetterfront

Manchmal befindet man sich über Nacht in einer Krise. Wenn man ehrlich zu sich selber ist, weiss man das man nicht plötzlich dort gelandet ist. Die Krise ist aufgezogen wie eine Schlechtwetterfront. Trotzdem steht man ihr plötzlich gegenüber und ist völlig überrumpelt davon, wenn das Gewitter sich dann tatsächlich entlädt. Man versucht lange zu verdrängen, dass irgendwas an einem nagt und man unglücklich ist, verletzt oder Probleme hat, die man nicht verstecken sollte - sondern ihnen direkt ins Gesicht schauen. Denn sonst holt es einen wie ein Blitzschlag ein. Genau das ist mir gestern passiert. Es kam trotzdem irgendwie unerwartet und der Aufprall war hart und tat weh. Und es fällt schwer die Erkenntnisse anzunehmen. In meinem Fall eine Mischung aus Narzissmus und Selbstzweifel, die immer wider in Selbstverletzung enden. Nein, nicht körperlich...ich bringe mich vielmehr immer wieder in Situationen, in denen es eigentlich darum geht eine Liebesbestätigung zu bekommen. Es ist aber von vorne herein klar, dass diese Bestätigung nicht kommt, sondern Ablehnung und Zurückweisung. Nicht, weil mich die Menschen um mich herum nicht gern haben oder sogar lieben, sondern weil ich Dinge erfrage oder erbitte, die nicht drin sind. Das heisst ich weiss eigentlich vorher das es mich verletzen wird. Trotzdem habe ich immer die Hoffnung das es anders kommt - weil es eine viel grössere Bestätigung wäre in einer solchen Situation zu bekommen was man will. Aber warum brauche ich das. Woher kommt diese Sucht nach Bestätigung und diese krankhafte Seite sich immer wieder selbst zu verletzen. Wieso fixiere ich mich so auf die Menschen von denen ich nicht bekommen kann wonach ich erbitte. Menschen, die unerreichbar sind aus verschiedenen Gründen. Diese Menschen haben üben so eine Ausstrahlung und Anziehung auf mich aus, dass ich mich jedes Mal wieder auf sie fixiere und mir einbilde, dass nur ihre Bestätigung das Einzige ist was ich brauche. Und das ich, wenn ich diese Aufmerksamkeit nicht bekomme, einfach nicht gut genug bin.

1.10.11 16:44, kommentieren

zu tief ins Glas geschaut

Gestern habe ich versucht ein paar wichtige Entscheidungen zu treffen, ich hatte gehofft das es mir mit ein bisschen Alkohol leichter fällt. Leider endete der Abend mit mehr Fragen als Antworten und einem wirklich miesen Gefühl in der Herz und Bauch Gegend und daran war nicht allein der Alkohol schuld. Wieso fällt es einem oft nur so schwer sich zu entscheiden. Wieso wissen wir nicht, wo wir hin wollen und mit wem und warum frage ich mich so oft wieso ich da bin wo ich jetzt bin und ob es mir da wirklich gefällt.

1 Kommentar 29.9.11 16:23, kommentieren

Salzstreuer und Kommata

Als Erstes zitiere ich einen weisen Mann, der mich mal mit dem Satz "einige der Besten Literaten haben die Kommas mit dem Salzstreuer gesetzt" ermutigt hat. Denn genau das tue ich auch. Also wundert euch nicht

1 Kommentar 28.9.11 17:56, kommentieren